Stärkt die Ehe für alle Heteronormativität?

January 6, 2019

Die westliche LGBTIQ-Bewegung hat sich in den letzten 20 Jahren auf nichts so intensiv fokussiert, wie auf die Durchsetzung der Ehe für alle. Kritik daran gibt es immer wieder auch aus queeren Kreisen. So schreibt der Zaunfink auf seinem Blog, "dass sich nun [durch die Ehe für alle] die Möglichkeit eröffnet, diese Sexualität als ebenso eingehegt und diszipliniert zu präsentieren wie den ehelichen Sex der Heteros." Ist es wirklich so, dass die Ehe für alle Heteronormativität stärkt? Wir untersuchen diese Frage mit Blick auf die AIDS-Krise.

 

[Dieser Artikel war ursprünglich eine Hausarbeit an der Georg-August-Universität Göttingen im Seminar "Normalitäten verunsichern: Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität" bei Dr. Christine M. Klapeer. Note: . Einen ähnlichen, kürzeren Artikel habe ich auch für die August-2018-Ausgabe des SIEGESSÄULE Magazins verfasst.]

 

 

[This article also exists in English.]

 

Die Geschichte queerer Befreiungsbewegungen ist so divers wie die queere “Community” selbst. Was heute allgemein oft als “erste LGBTIQ Emanzipationsbewegung” bezeichnet wird, umfasst größtenteils die Geschehnisse in Berlin von 1897 bis 1933. Vor dem Hintergrund des unermüdlichen Einsatzes des Juristen Karl Heinrich Ulrichs (1), der Erfindung der Begriffe “homosexual” und “heterosexual” durch den Schriftsteller Karl Maria Kertbeny (2) und die Verbreitung der Wörter durch den Psychiater Richard von Krafft-Ebing (3), sowie der Verurteilung Oscar Wildes (4) gründete der Arzt und Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld 1897 in dem damals noch von Berlin unabhängigen Charlottenburg mit dem Wissenschaftlich-Humanitären Komitee die weltweit erste Organisation für die Rechte von Homosexuellen (5). Weit über den Kampf gegen den Paragraphen 175 hinaus, der damals in Deutschland männliche Homosexualität unter Strafe stellte, setzte sich Hirschfeld auch für die Rechte von Frauen* und von zahlreichen sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten ein. Mit seiner Theorie der sexuellen Zwischenstufen präsentierte er ein wissenschaftliches Modell gegen die Zweigeschlechtlichkeit und betrachtete jeden Menschen als eine individuelle Mischung weiblicher und männlicher Eigenschaften. Seinem stets bewusst nicht stigmatisierendem, wissenschaftlichem Interesse galten auch Androgyne, Intergeschlechtliche, Trans*-Menschen und Cross-Dresser. In seinem 1919 in Berlin-Tiergarten eröffneten Institut für Sexualwissenschaft führte Hirschfeld 1930 die womöglich weltweit erste geschlechtsangleichende Operation für die intergeschlechtliche Lili Elbe durch. Er gilt zudem als Präger des Begriffs “Transvestit” (6). Obwohl später sein Hang zur Eugenik zurecht kritisiert wurde, veröffentlichte er 1934 eine Widerlegung der nationalsozialistischen Rassenideologie, welche als eine der ersten wissenschaftlichen Publikationen den Begriff “Rassismus” benutzt. Darüber hinaus lehnte er den in Teilen der cis-männlich-homosexuellen Bewegung vorherrschenden Antifeminismus ab und suchte erfolgreich den Schulterschluss mit der radikalen Frauenrechtlerin Anita Augspurg (7). 

 

Als “zweite queere Emanzipationsbewegung” werden heute oft die Geschehnisse um das Stonewall Inn in der Christopher Street in New York City 1969 bezeichnet. Vor dem Hintergrund staatlicher Repression und gesellschaftlicher Ausgrenzung begannen im Juni 1969 Straßenschlachten von Mitglieder_innen der LGBTIQ-Community gegen immer wiederkehrende polizeiliche Gewalt. Hauptschauplatz war die Bar “Stonewall Inn”, damals geführt von der Mafia, zu dessen Kund_innen vor allem die finanziell ärmsten und am stärksten marginalisiertesten Teile der queeren Community zählten: Drag Queens, Trans*- Personen, Queers of Color, feminine junge Schwule, Butch-Lesben, männliche Sexarbeiter und Verprostituierte (8), sowie obdachlose Jugendliche. Am 28. Juni 1969 begannen sich diese gegen die Polizeigewalt und staatliche Unterdrückung zu wehren und mehrere Tage andauernde Straßenkämpfe begannen. Mehrere Personen dieser marginalisierten Gruppen stachen hier besonders hervor, zum Beispiel: Die Butch-Lesbe (mit schwarzer Mutter und weißem Vater) Stormé DeLarverie, die am 28. Juni von der Polizei aus dem Stonewall Inn gewaltvoll und am Kopf blutend heraustransportiert wurde und sich minutenlang wehrte, bis sie sich schließlich an die Menge Hilfe suchend richtete und die Tumulte losgingen. Zweitens die obdachlose schwarze Drag Queen Marsha P. Johnson, die unter anderem einen Ziegelstein auf einen Polizeiwagen warf und damit die Frontscheibe zerstörte. Und drittens ebenfalls obdachlose_r Trans*-Aktivist_in und Drag Queen lateinamerikanischer Vorfahren Sylvia Rivera. Rivera bezeichnete sich mal als schwuler Mann, mal als lesbische Frau, mal als Drag oder Straßen-Queen und sah keine dieser Identitäten als exklusiv. Zusammen mit Johnson gründete Rivera nach den Stonewall-Unruhen die Organisation “Street Transvestite Action Revolutionaries (STAR)”, die sich für obdachlose Drag Queens und Trans* of Color einsetzte (9). Als Erinnerung an die Stonewall Aufstände gehen jedes Jahr Millionen von Menschen während Prides und CSDs auf die Straßen.

 

 

Die Beginne der queeren Befreiungsbewegung waren also geprägt von einer außerordentlichen Diversität. Auch die Ehe spielte in den Anfängen immer wieder eine Rolle. So argumentierte zum Beispiel schon Karl Heinrich Ulrichs im 19. Jahrhundert zugunsten der Möglichkeit einer gleichgeschlechtlichen Ehe (10). Dennoch war sie nie einziges Argument queerer Befreiungsbewegungen, die letztendlich auch Heteronormativität und andere Normativitäten herausfordern wollen. Trotzdem wurden immer wieder Kritiken laut, dass sich aus der LGBTIQ-Bewegung langsam eine Bewegung weißer, cisgeschlechtlicher, schwuler Männer aus der Mittelschicht unter Ausklammerung aller anderen Gruppen formte, die sich immer mehr auf die Ehe für alle konzentrierte, womit sie – so die Kritik – von der Heteronormativität assimiliert werden. Mit dem vorliegenden Essay möchte ich ein kritisches Für und Wider dieser Argumente aufgreifen und sie mit Hilfe von Rubins Sex- Hierarchie (11) vereinheitlichend betrachten.

 

 

Die Ehe für alle fordert Heteronormativität heraus

 

Zu behaupten, dass sich mit der Gleichstellung im Eherecht im Bereich heterosexueller Privilegien, Heteronormativität und Verbesserung der Lebenssituation westlicher Nicht-Heterosexueller (aber nicht unbedingt Nicht-Cisgeschlechtlicher) nichts getan hätte, wäre falsch. 2018 verklagte ein in Belgien verheiratetes, schwules rumänisch-US-amerikanisches Paar Rumänien, weil dieses dem US-Bürger die Aufenthaltsgenehmigung verweigerte. Der Europäische Gerichtshof entschied daraufhin, dass EU-Mitgliedstaaten homosexuellen Ehegatt_innen von EU-Bürger_innen nicht das Aufenthaltsrecht mit der Begründung verweigern dürfen, dass die "Homo-Ehe" in ihrem Land nicht anerkannt sei (12). Durch Heteronormativität entstandene heterosexuelle Privilegien wurden hier also ganz klar ausgehebelt und auf eine andere sexuelle Minorität ausgeweitet. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Ehe-Privilegien, die vormals nur Heterosexuelle genießen konnten. Steuerliche Vorteile, die vormals nur heterosexuelle, verheiratete Paare finanziell entlasteten, kommen nun auch homosexuellen Paaren zugute. Auch Hinterbliebenenrente und Erbschaft setzen homosexuelle Paare mit heterosexuellen nun gleich, womit ein weiteres Merkmal finanzieller Diskriminierung homosexueller Paare eliminiert wird. Weitere heterosexuelle Privilegien lagen beim Sorgerecht oder bei der Kranken- und Pflegeversicherung. Durch das Ausweiten dieser Privilegien werden reale Diskriminierungsmechanismen aufgehoben und eine Gleichstellung stärker durchgesetzt.

 

Über diese teils materiellen Vorteile hinaus gibt es aber auch psychologische Vorteile der Ehe für alle. So konnte Badgett 2011 nachweisen, dass nicht nur das Ausüben des Rechts auf Heirat, sondern alleine schon das Vorhandensein dieses Rechts direkte positive Auswirkungen auf das Gefühl sozialer Integration von gleichgeschlechtlichen Paaren in westlichen Ländern hat: „The qualitative data from the Netherlands provided support for (..) [the hypothesis that gaining] the right to marry created feelings of social inclusion for same-sex couples, whether married or not. These feelings of inclusion stand in sharp contrast to the feelings of social exclusion experienced by respondents before they could legally marry (…).“ (13) Dabei stellt Badgett fest, dass andere ehe-ähnliche Institutionen, die womöglich sogar die gleichen Rechte mit sich bringen, aber eben nicht “Ehe” genannt werden – zum Beispiel die eingetragene Lebenspartnerschaft in Deutschland, der PACS in Frankreich, oder die Civil Union in den USA – nicht die gleichen positiven psychologischen Effekte haben: “Those alternatives statuses were created to provide benefits and rights while preserving marriage for heterosexual couples solely, maintaining the exclusion of same-sex couples. Furthermore, these new statuses have no existing occupants to make same-sex couples ‘included’ in anything, much less in a socially meaningful relationship.” (14) Es bleibt also dabei: Die vollständige Gleichstellung im Eherecht vermag es am meisten, die mit Heteronormativität verbundenen Umstände und Folgen herauszufordern und gefühlte oder reale Diskriminierung und Stigmatisierung zumindest teilweise aufzuheben.

 

Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Kontext auch die Veränderungen der westlichen Allgemeingesellschaft durch eine stärkere Integration sexueller Minderheiten. Heutzutage ist es durchaus nicht mehr unüblich andere Lebensformen als die stereotype, heterosexuelle Familie mit dem Beruf nachgehenden Vater, der hausfräulichen Mutter und den zwei Kindern zu sehen. Ein Teil dieser gesellschaftlichen Veränderung hin zu diverseren Lebensentwürfen und Familienmodellen hängt sicherlich auch mit einer stärkeren Akzeptanz sexueller Minderheiten zusammen. Sigusch spricht in dem Zusammenhang davon, dass eben mit der größeren Integration schwuler und lesbischer (und etwas weniger auch bi- und pansexueller) Menschen nicht nur Homosexuelle “heterosexualisiert”, sondern auch Heterosexuelle “homosexualisiert” wurden,

 

“in dem Sinn: dass auch sie sich die 'schwulen' Freiheiten und Eigenheiten herausnehmen: keine Kinder, keine rigiden Geschlechtsrollen, ein neues Körpergefühl, auch der Mann sexy, nicht mehr mit einer Dauerripp-Unterhose alle 14 Tage und mit einem Schmerbauch zufrieden, zu einer Vereinbarkeit von Beziehungs- und Drangliebe führende Modifikation alter Treuegebote, serielle Beziehungen, selbstverständliche Selbstbefriedigung trotz Beziehung, On-Night-Stands (sic!), ficken im Park etc. Im diesem Sinne hat die neosexuelle Revolution alle Gesellschaftsindividuen erfasst, sodass es zu einer Angleichung von ehemals eher auffälligen Homosexuellen und ehemals eher unauffälligen Heterosexuellen gekommen ist.” (15)

 

Das ursprünglich Normative hat sich also stark verändert, wurde herausgefordert und hat sich unter dem Einfluss des “Nicht- Normalen” gewandelt. Die westliche Heteronormativität wurde durch homosexuelle Lebensentwürfe – einschließlich der Ehe für alle – klar herausgefordert.

 

 

Die Ehe für alle bestätigt Heteronormativität

 

Doch wer ist eigentlich mit “alle” bei der Ehe für alle gemeint? Im Grunde geht es mitnichten um “alle”, denn von zum Beispiel polyamoren Ehemodellen sind wir noch weit entfernt. Und profitieren alle aus der queeren “Community” wirklich gleichermaßen davon? Obwohl Badgett die psychologischen Vorteile der Ehe für alle hervorgehoben hat, verdeutlichte sie in ihren Studien auch, dass diese Vorteile von einer ganz bestimmten Gruppe am ehesten empfunden werden: weiße, relativ wohlhabende (cisgeschlechtliche) Schwule. Als Erklärung wird hier der Grund aufgeführt, dass das Ehe-Privileg das einzige Privileg ist, das diese Gruppe schwuler Männer von der am meisten privilegiertesten gesellschaftlichen Gruppe trennt: Heterosexuelle, weiße, (Cis-)Männer mit gutem Einkommen: “In relative terms (..) the right to marry moves those gay men much closer to full privileged status than marriage would for people of color, women, or lower-income people, so marriage-induced feelings of inclusion might be greater for high-income White gay men.” (16)

 

Während bei den Anfängen der queeren Bewegungen Ziele gesetzt wurden, die einer Vielfalt an queeren Menschen zugute kommen sollten, schien sich die westliche Bewegung in den letzten Jahren also vor allem auf ein Ziel zu fokussieren, von dem vor allem weiße, wohlverdienende Cis-Schwule profitieren. Die Gründe hierfür sind so divers, wie es die “Community” heutzutage leider sichtbar nicht mehr immer ist, zum Beispiel der Umstand, dass diese Männer durch ihre Privilegien mehr Gestaltungsmöglichkeiten mitbringen und dadurch auch dominantere Positionen innerhalb der Bewegung einnehmen können. Aber ein Grund soll hier vor allem in den Vordergrund gerückt werden: Die AIDS-Krise.

 

Abbildung 1: Spiegel-Cover aus dem Jahr 1983: Übersexualisierung von MSM (Quelle: Supp 2017, spiegel.de/spiegel/kritik-anaids-berichterstattung-im-spiegeluntergangsstimmung-panik-a-1131559.html)

 

Als Anfang der 80er Jahre immer mehr Fälle von Menschen, die an opportunistischen Erkrankungen – ausgelöst durch ein geschwächtes Immunsystem – starben, auftraten und diese Fälle unter anderem vor allem bei Männern, die Sex mit Männern hatten (MSM), vorkamen, erlebte die bereits weiter fortgeschrittene LGBTIQ-Bewegung einen starken Backlash. Innerhalb kurzer Zeit starben zahlreiche Menschen und Panik machte sich gesamtgesellschaftlich breit. Die Angst, eine neue Seuche würde die Menschheit zugrunde richten, war groß und wurde durch reißerische Berichterstattung, wie zum Beispiel vom “Der Spiegel” in Deutschland, befeuert. Schnell wurde mit “den Schwulen” dann auch ein Sündenbock gefunden. Zusammen mit der wieder aufkeimenden starken Sex-Negativität und Angst vor enthemmten “rumfickenden Sündern” wurde nun der Fokus verstärkt auf die MSM-Community gelegt – auch durch die notwendige Präventionsarbeit der aufkeimenden AIDS-Hilfen: „Aus präventionsstrategischen Gründen wurde es in dieser Zeit sinnvoll, konkrete sexuelle Praktiken und subkulturelle Infrastrukturen ins Licht der Medien zu rücken. Der alte Topos der enthemmten Sexualität konnte sich nun an das enthüllte Panoptikum sexueller Exzesse heften, die die heteronormative Gesellschaft in so ausführlicher Form bisher noch nicht erblickt hatte. Analsex, Blasen, Darkrooms, Fisting, Fetische, Sexparties und BDSM-Praktiken ließen die Öffentlichkeit in wohligem Grusel erschaudern – und der alte Vorwurf der Zügellosigkeit schwuler Sexualität erhielt neue, höchst eindrucksvolle Illustrationen.“ (17) An der AIDS-Frage entzweite sich die Gesellschaft: Die einen suchten den Schulterschluss mit den AIDS-Hilfen und versuchten mit den Betroffenen zusammenzuarbeiten und die Benutzung von Kondomen zu propagieren. Die andere, größere Gruppe hielt dies für gefährlich, vom heutigen Innenminister Horst Seehofer kamen sogar Forderungen, von AIDS stark betroffene Gruppen in speziellen Heimen zu sammeln, um die Gesellschaft zu schützen. (18) Insgesamt hielt man es für töricht, die Verwendung von Kondomen zu propagieren, statt die Gesellschaft dazu zu bewegen, sich auf die monogame Ehe zu konzentrieren: „[Die] moralische Vorgabe, Sexualität sei nur im Rahmen monogamer Beziehungen ethisch akzeptabel, ließ sich mühelos in die HIV-Debatten einflechten. Allen medizinischen Fakten zum Trotz wird bis heute die Mär der ‘sicheren monogamen Beziehung’ erzählt, der der ‘gefährliche promiske Sex’ gegenüberstehe.“ (19) Ähnlich sieht es auch Duggan, wenn sie davon spricht, dass Angriffe auf die Promiskuität und den “schwulen Lebensstil” von Botschaften der monogamen Ehe als verantwortungsvolle Präventionsstrategie begleitet wurden. (20) Generell waren diese Zeiten geprägt von einer Übersexualisierung queerer Menschen, insbesondere von MSM. “Der schwule Mann” war definiert einzig und allein über seine Sexualität.

 

Mitte/Ende der 1990er Jahre wurde dann aus dem Todesurteil AIDS für die meisten Betroffenen in westlichen Ländern mit gut funktionierendem, institutionalisiertem Gesundheitssystem eine chronische HIV-Infektion, die mit immer besser werdenden Medikamenten ein “normales” Leben ermöglicht (auch wenn dies heute noch kein Wissen ist, das bei der Allgemeinbevölkerung angekommen ist; die alten Bilder von AIDS leben teilweise weiterhin fort). 1997 führte Hawaii dann als erste Region der Welt ein Lebenspartnerschaftsgesetz ein, 1998 folgte die Niederlande als weltweit erstes Land. 2001 führte die Niederlande dann als erster Staat die Ehe für alle ein. Wie konnte es sein, dass sich innerhalb von weniger als 10 Jahren so viel verändert hat, dass ein Land überging von extremer Homophobie im Angesicht einer “neuen Pest” hin zu Gesetzen, die Homosexuelle mit Heterosexuellen stärker gleichstellten?

 

Mehr noch: Die gesellschaftliche Darstellung von MSM hat sich radikal verändert: „Die neuen Bilder, in allen Medien anzuschauen, sprachen nicht von Sexualität, sondern von Liebe, Freundschaft und Partnerschaft. Sie zeigten keine halbnackten, gesichtslosen Körper an schlecht ausgeleuchteten subkulturellen Orten, sondern lächelnde Menschen in adretter Kleidung im öffentlichen Raum. (...) [Im] Symbol der Ehe wird vor allem der Aspekt verhandelt, der schon immer für die ambivalente Sicht auf queeres Leben, und wohl auch für Homophobie, zentral war: die Sexualität.“ (21) Was war hier passiert?

 

 Abbildung 2: Werbung für misterbnb

 Quelle: nomadicboys.com/gay-manchester-guide/

 

Nach der AIDS-Krise haben schwule Männer, die dominante Gruppe in der queeren Bewegung, erkannt, dass von ihrer entsexualisierten Darstellung ihr Erfolg im Mainstream abhängt. “Homophobie bleibt auch deswegen bestehen, weil Bilder liebender schwuler Väter und lesbischer Mütter keinen Einfluss auf die Phobie vor der anderen Sexualität haben. Denn die bleibt dabei unangetastet.” (22) So gesehen fordern solche (entsexualisierten Ehe-)Bilder Heteronormativität also keinesfalls heraus. Vielmehr stellen sie im Schatten der AIDS-Krise den Versuch dar, das Trauma der gesellschaftlichen Ächtung, der drohenden Ausgrenzung in Sammellagern, der Stigmatisierung als Gesellschaft gefährdende Sexmonster, des Solidaritätsverlusts in Zeiten des reihenweisen Wegsterbens des Freund_innenkreises durch eine Assimilierung durch die Mehrheitsgesellschaft zu überwältigen. “Der auflagensteigernde Neuigkeitswert dieser Bilder bestand paradoxerweise vor allem darin, dass diese Menschen sich in überhaupt nichts von den gewohnten gemischtgeschlechtlichen Brautpaaren unterschieden. In den Fotos von ringetauschenden Homo-Paaren fand eine neue Botschaft endlich ihre ikonografische Form: ‚Wir sind genauso wie ihr’. (...)” (23) 

 

Einhergehend mit diesem Fokus auf entsexualisierte, gleichgeschlechtliche Paare entstand auch eine Einteilung in “gute” und “schlechte Queers”, jene die den Hafen der Ehe ansteuern, und jene, die es wagen, weiterhin ein promiskes Single-Leben zu führen oder gar in offenen oder polyamoren Beziehungsmodellen zu leben. Es kommt zu einer moralischen Abwertung nicht-monogamer, nicht-ehe-ähnlicher, und damit nicht-heteronormativer Sexualitäten und Beziehungsformen. “Zwar dürfte relativ klar sein, dass auch schwule monogame Paare meistens noch irgendwie Sex haben, entscheidend ist in diesem Zusammenhang hier aber, dass sich nun die Möglichkeit eröffnet, diese Sexualität als ebenso eingehegt und diszipliniert zu präsentieren wie den ehelichen Sex der Heteros. Dass diese Präsentation auch mit der Hoffnung auf eine größere Akzeptanz einhergeht, beweisen die vielen ‚braven Homos‘, die sich nichts sehnlicher wünschen, als dass die unmoralischere, wilde Sexualität ihrer Artgenossen doch bitte möglichst unsichtbar werden und verschwinden möge, auf dass man sie nicht mehr mit solchen Exzessen in Verbindung bringe.” (24) Ein Beispiel hierfür sind die aktuellen, feindlich gesinnten Diskussionen um die PrEP, eine neuere Methode der HIVPrävention, bei der HIV-negative Menschen ein ursprünglich zur HIV-Therapie entwickeltes Medikament (“Truvada”) einnehmen, das sie vor einer HIV-Infektion schützt. Nicht selten fallen dann moralisch aufgeladene Begriffe wie “Darkroom-Schlampen” und “Truvada Whores”.

 

Die Ehe wurde zu dem Symbol schlechthin, mit dem sich MSM von ihrer in der AIDS-Krise verstärkten und stigmatisierenden Übersexualisierung befreien konnten und sich dem erhöhten gesellschaftlichen Status Heterosexueller annähern konnten. “‚Ehe für alle!‘ klingt für mich in diesem Zusammenhang immer ein bisschen wie eine Drohung, denn die monogame Zweier-Ehe war nie wirklich nur eine Option, sie war und ist immer auch eine Norm, ein als allgemeinverbindlich gedachtes Ideal und nicht zuletzt auch ein Status- Symbol.” (25) 

 

Abbildung 3: Werbung für Coca Cola mit schwulem Paar mit Kind (Quelle: http://www.towleroad.com/2015/06/gay-couple-choose-happiness-over-tradition-in-new-coca-cola-ad-from-the-netherlands/)

 

Duggan spricht im Zuge dessen von “Homonormativität” (26) als ein System, das dominierende, heteronormative Annahmen und Institutionen nicht herausfordert, sondern erhält, indem es die schwullesbische Community demobilisiert, entpolitisiert, privatisiert und in Heim und Konsum verankert. “Gleichstellung”, einer der Schlagwörter der queeren Bewegungen, wird dabei beschränkt auf den Zugriff zu wenigen, konservativen Institutionen (wie zum Beispiel der Ehe), und “Freiheit” wird zu einer Entschuldigung für massive Ungleichheiten innerhalb des neoliberalen Systems. Homonormativität ist die Reproduktion der Heteronormativität, die Reproduktion eines normativen Bildes von Familie: weiß, relativ gutes Einkommen, monogam, zisgeschlechtlich, verheiratet. Von der Ehe für alle profitieren letztendlich vor allem jene, die diesem Bild am nächsten kommen: weiße, wohlhabende, monogame, Zis- Schwule. Der Preis dieser Assimilierung der queeren Bewegung an die Heteronormativität war das Aufgeben der Bedürfnisse vieler anderer Menschen dieser Bewegung: Trans*- Menschen, die von der Medizin pathologisiert und von Anderen getötet werden, Frauen*, die regelmäßig vergewaltigt werden, intergeschlechtliche Menschen, die als Kinder zwangsoperiert und oft für ein Leben lang traumatisiert werden, oder Queers of Color, die wieder verstärkt von (auch polizeilicher) Gewalt betroffen sind und unsichtbar gemacht werden. Manche fragen sich, ob alle, die sich so lange für die Ehe für alle eingesetzt haben, nun auch weiter für deren Rechte mitkämpfen werden.

 

 

Sich verschiebende, aber bestehend bleibende Grenzen

 

Fordert die Ehe für alle nun Heteronormativität heraus oder bestätigt sie diese? Für beide Positionen gibt es gute Argumente, je nachdem aus welchem Blickwinkel mensch es betrachtet. Ich möchte versuchen, beide Positionen mit Hilfe von Rubins Sex-Hierarchie zu vereinen.

 

In ihrem Essay “Thinking Sex” führte Rubin das Konzept der Sex-Hierarchie ein. Basierend auf einem Kreis gesellschaftlich abgesegneter Sexualitäten (heterosexuell, verheiratet, monogam, zur Reproduktion, kostenlos, als Paar, innerhalb einer Beziehung, gleiche Generation, zuhause, ohne Pornographie, nur mit Körpern, “Blümchensex”), die von gesellschaftlich geächteten äußeren Grenzen der Sexualitäten begleitet werden (homosexuell, ohne Ehe, promisk, nicht zur Reproduktion, bezahlt, alleine oder in einer Gruppe, aus Gelegenheit, unterschiedliche Generationen, öffentlich, mit Pornographie, mit Objekten wie z.B. Dildos, mit BDSM oder anderen Fetischen), argumentiert Rubin, dass es eine gesellschaftliche Hierarchie der Sexualitäten gibt, die von “am besten/gut” bis “schlecht/am schlechtesten” kategorisiert werden. (27) Innerhalb dieser Hierarchie wird eine Grenze gezogen, wobei oft keine eindeutige Klarheit herrscht, wo genau jetzt diese Grenze zwischen gutem und schlechtem Sex gezogen werden soll. So fallen zum Beispiel unverheiratete heterosexuelle Paare, promiske Heterosexuelle, Selbstbefriedigung, oder lang anhaltende schwule und lesbische Partnerschaften in eine Grauzone und mal liegen sie diesseits der Grenze, mal jenseits dieser.

 

Abbildung 4: Sex-Hierarchie nach Gayle Rubin

 

(Quelle: Rubin, G. (1992): Thinking Sex – Notes for a Radical Theory of the Politics of Sexuality, https://www.ipce.info/library_3/pdf/rubin_thinking_sex.pdf, S. 14.)

 

Auch ändert sich die Grenzziehung immer wieder je nach Kultur und Zeit. Die Ehe für alle hat zu einer Änderung dieser Grenzziehung beigetragen. (Bestimmte) homosexuelle Partnerschaften liegen nicht mehr (ausschließlich) auf der Seite der “schlechten Sexualität” innerhalb dieser Hierarchie. Somit fordert die Gleichstellung in der Ehe Heteronormativität heraus. Einige heterosexuelle Privilegien werden aufgehoben oder auf gleichgeschlechtliche Paare erweitert. Zudem kommt es zu größerem, psychologischem Wohlbefinden und dem Gefühl stärkerer Integration. Die Ehe für alle in einem Land hat darüber hinaus das Potenzial die heterosexuelle Privilegien in anderen Ländern ebenfalls ins Wanken zu bringen.

 

Allerdings verschiebt die Ehe die Grenzen nur, die Hierarchisierung des Sexuellen bleibt bestehen. Die Heteronormativität wird teilweise ersetzt durch eine in Neoliberalismus eingebettete Homonormativität. Durch Assimilation zieht die Grenze sich nun nicht mehr zwischen heterosexuell und homosexuell Gelesenen, sondern zwischen monogamen, Sexualität eindämmenden, homosexuell Gelesenen und jenen, die als promisk und „pervers“ homosexuell gelesen werden. Die Ehe für alle inkludiert manche (insbesondere weiße, zismännliche) homosexuell Gelesene durch Homonormativität in die Heteronormativität, wobei die Grenzen neu verschoben werden und eine Repositionierung gegenüber “dem Anderen” stattfindet. Normativität wird aufgelöst, neu ausgehandelt und in neuer Form etabliert und gefestigt.

 

Im Endeffekt stimmt also beides: Die Heteronormativität wurde durch die Ehe für alle erschüttert. Allerdings hat sie sich (auch mithilfe neoliberaler Politik) wieder gefestigt, einen Teil der queeren Bewegung in sich aufgenommen, und besteht in neuer Form fort. Die Ehe für alle hebt keine Grenzen auf. Allerdings verschiebt sie sie und hat somit dennoch einen subversiven Charakter. Schlussendlich bleibt aber die Hoffnung, dass die queere „Community“ sich nicht damit zufrieden gibt, sondern Solidarität mit der ganzen Diversität ihrer selbst zeigt.

 

 

Abonniere unseren Newsletter und erhalte diesen Text als Original-Hausarbeit als PDF. Schreibe uns einfach an info@orgysmic.com.

 

ORGYSMIC – Der Sex Blog – ist ein sozialwissenschaftlicher Blog mit Beiträgen aus u.a. Soziologie, Sexologie, (Sozial-)Psychologie, Kulturanthropologie, Geschlechter-, postkolonialer, und queerer Forschung. Wir setzen uns für sexuelle Aufklärung, sexuelle Gesundheit und eine Welt frei von Diskriminierung und Unterdrückung ein. Wenn du uns unterstützen möchtest, dann folge uns auf Patreon. Wir empfehlen zudem unseren Artikel über die Entstehung sexueller Fetische.

 

---

 

(1) Karl Heinrich Ulrichs wurde 1825 in Ostfriesland geboren und war ein deutscher Jurist, Pionier der Sexualwissenschaft und einer der ersten bekannten Vorkämpfer_innen für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen, die er “Urninge” (männliche Homosexuelle) und “Urninde” (weibliche Homosexuelle) nannte – auch weil das Wort “Homosexualität” zu der Zeit noch nicht erfunden war. Neben 12 veröffentlichen Schriften zu “Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe” ist er vor allem für eine Rede auf dem deutschen Juristentag 1867 bekannt, auf dem er die Straflosigkeit gleichgeschlechtlicher Sexualhandlungen forderte.

 

(2) Karl Maria Kertbeny wurde 1824 in Wien geboren und war ein österreichisch-ungarischer Schriftsteller. Geprägt durch den Selbstmord eines Freundes begann er sich in den 1860er Jahren mit gleichgeschlechtlich Begehrenden zu beschäftigen und benutzte 1868 erstmalig den Begriff “homosexual”.

 

(3) Richard von Krafft-Ebing wurde 1840 in Mannheim geboren und war ein deutsch-österreichischer Psychiater, Neurologe und Rechtsmediziner. Mit seiner 1886 veröffentlichten “Psychopathia Sexualis” trug er zu einer weiten Verbreitung des Begriffs “Homosexualität” bei. Von Krafft-Ebing sprach sich für eine Straffreiheit von Homosexualität ein, da er diese nicht – wie damals vorherrschend – als unmoralisches Handeln betrachtete, sondern als eine erbliche Nervenkrankheit. Damit trug er auch zur Pathologisierung der Homosexualität bei.

 

(4) Oscar Wilde wurde 1854 in Dublin geboren und war ein einflussreicher irischer Schriftsteller. 1895 wurde er wegen “Unzucht” zu zwei Jahren Zuchthaus verklagt. Der Fall löste einen europaweit diskutierten Skandal aus.

 

(5) Der Einfachheit halber werde ich in diesem Essay die Begriffe “Heterosexuelle” und “Homosexuelle” wenn nötig verwenden. Diese Begriffe sollen jedoch nicht essentialistisch verstanden werden.

 

(6) Angeblich trat Magnus Hirschfeld unter dem Namen Tante Magnesia oft selbst als “Transvestit” auf. (Vgl. Gordon, M. (2015): Sündiges Berlin – Die Zwanziger Jahre: Sex, Rausch, Untergang, Wittlich, S. 138f)

 

(7) Vgl. Sigusch, V. (2008): Geschichte der Sexualwissenschaft, Frankfurt/Main, S. 197ff 

und Gordon, M. (2015): Sündiges Berlin – Die Zwanziger Jahre: Sex, Rausch, Untergang, Wittlich, S. 137ff.

 

(8) Um dem Umstand gerecht zu werden, dass manche Menschen bewusst und freiwillig Sexarbeit wählen, andere in die Prostitution von zum Beispiel Mafia oder aus finanzieller Verzweiflung gezwungen werden, möchte ich hier beide Begriffe “Sex-Arbeitende” und “Verprostituierte” benutzen.

 

(9) Vgl. Schlaffer, N. (2016): The Unsung Heroines of Stonewall – Marsha P. Johnson and Sylvia Rivera, https://sites.psu.edu/womeninhistory/2016/10/23/the-unsung-heroinesof-stonewall-marsha-p-johnson-and-sylvia-rivera/, 23.10.2016, abgerufen am 25.07.2018.

 

(10) Vgl. Gordon, M. (2015): Sündiges Berlin – Die Zwanziger Jahre: Sex, Rausch, Untergang, Wittlich, S. 138f.

 

(11) Vgl. Rubin, G. (1992): Thinking Sex – Notes for a Radical Theory of the Politics of Sexuality, https://www.ipce.info/library_3/pdf/rubin_thinking_sex.pdf, abgerufen am 25.07.2018.

 

(12) Vgl. Deutsche Welle (2018): EuGH – Gleichgeschlechtliche Ehepartner haben in allen EUStaaten Aufenthaltsrecht, https://www.dw.com/de/eugh-gleichgeschlechtlicheehepartner-haben-in-allen-eu-staaten-aufenthaltsrecht/a-44077179, 05.06.2018, abgerufen am 25.07.2018.

 

(13) Badgett, M. V. L. (2011): Social Inclusion and the Value of Marriage Equality in Massachusetts and the Netherlands, in: Journal of Social Issues, Vol. 67, No. 2, 2011, pp. 316-334, S. 324.

 

(14) Badgett, M. V. L. (2011): Social Inclusion and the Value of Marriage Equality in Massachusetts and the Netherlands, in: Journal of Social Issues, Vol. 67, No. 2, 2011, pp. 316-334, S. 332.

 

(15) Sigusch, V. (2015): Schwule in Bewegung oder Differenzierung der Homosexualität, in ders.: Sexualitäten – Eine kritische Theorie in 99 Fragmenten, Frankfurt am Main, pp. 353-358, S. 353f.

 

(16) Badgett, M. V. L. (2011): Social Inclusion and the Value of Marriage Equality in Massachusetts and the Netherlands, in: Journal of Social Issues, Vol. 67, No. 2, 2011, pp. 316-334, S. 319.

 

(17) Der Zaunfink (2018): Vom Sodomiten zur PrEP-Schlampe – Wanderwege der Sexfeindlichkeit, in: Der Zaunfink – Queere Alltagsanthropologie, derzaunfink.wordpress.com, https://derzaunfink.wordpress.com/2018/05/18/vomsodomiten-zur-prep-schlampe/, 18.05.2018, abgerufen am 26.05.2018.

 

(18) Vgl. Stroh, K. (2012): Maßnahmenkatalog gegen HIV – Als die CSU in den Krieg gegen Aids zog, SZ.de, https://www.sueddeutsche.de/bayern/massnahmenkatalog-gegen-hivals-die-csu-in-den-krieg-gegen-aids-zog-1.1292107, 24.02.2012, abgerufen am 26.07.2018.

 

(19) Der Zaunfink (2018): Vom Sodomiten zur PrEP-Schlampe – Wanderwege der Sexfeindlichkeit, in: Der Zaunfink – Queere Alltagsanthropologie, derzaunfink.wordpress.com, https://derzaunfink.wordpress.com/2018/05/18/vomsodomiten-zur-prep-schlampe/, 18.05.2018, abgerufen am 26.05.2018.

 

(20) Vgl. Duggan, L. (2002): The New Homonormativity – The Sexual Politics of Neoliberalism, in: Castronovo, R., Nelson, D. D. (Hrsg.): Materializing Democracy – Toward a Revitalized Cultural Politics, Durham, S. 175-194.

 

(21) Der Zaunfink (2015): Das Paarprivilegien-Projekt – Fast wie richtige Menschen, in: Der Zaunfink – Queere Alltagsanthropologie, derzaunfink.wordpress.com, https://derzaunfink.wordpress.com/2015/06/22/das-paarprivilegien-projekt-fast-wie-richtigemenschen/, 22.06.2015, abgerufen am 26.05.2018.

 

(22) Rehberg, P. (2013): Homophob sind immer die anderen, in: der Freitag – Das Meinungsmedium, freitag.de, https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ homophobsind- immer-die-anderen, 04.07.2013., abgerufen am 26.07.2018.

 

(23) Der Zaunfink (2015): Das Paarprivilegien-Projekt – Fast wie richtige Menschen, in: Der Zaunfink – Queere Alltagsanthropologie, derzaunfink.wordpress.com, https://derzaunfink.wordpress.com/2015/06/22/das-paarprivilegien-projekt-fast-wie-richtigemenschen/, 22.06.2015, abgerufen am 26.05.2018.

 

(24) Der Zaunfink (2018): Vom Sodomiten zur PrEP-Schlampe – Wanderwege der Sexfeindlichkeit, in: Der Zaunfink – Queere Alltagsanthropologie, derzaunfink.wordpress.com, https://derzaunfink.wordpress.com/2018/05/18/vomsodomiten-zur-prep-schlampe/, 18.05.2018, abgerufen am 26.05.2018.

 

(25) Der Zaunfink (2015): Das Paarprivilegien-Projekt – Fast wie richtige Menschen, in: Der Zaunfink – Queere Alltagsanthropologie, derzaunfink.wordpress.com, https://derzaunfink.wordpress.com/2015/06/22/das-paarprivilegien-projekt-fast-wie-richtigemenschen/, 22.06.2015, abgerufen am 26.05.2018.

 

(26) Vgl. Duggan, L. (2002): The New Homonormativity – The Sexual Politics of Neoliberalism, in: Castronovo, R., Nelson, D. D. (Hrsg.): Materializing Democracy – Toward a Revitalized Cultural Politics, Durham, S. 175-194.

 

(27) Vgl. Rubin, G. (1992): Thinking Sex – Notes for a Radical Theory of the Politics of Sexuality, https://www.ipce.info/library_3/p –df/rubin_thinking_sex.pdf, abgerufen am 25.07.2018

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Tod, Homophobie & "gefährliche Sex-Monster"

January 19, 2020

Death, Homophobia, & "Dangerous Sex Monsters"

December 1, 2019

1/10
Please reload

You Might Also Like:
Orgysmic

The Sex Blog. We bring you the sociology and psychology of sex in a daring, erotic, thought-provoking, sexy, forbidden and easy to understand way.

Der Sexblog. Soziologische und psychologische Analysen der Sexualitäten. Gewagt, erotisch, sexy, provozierend und leicht verständlich.

Tags

© 2018 by Orgysmic. Artworks by Juliusz Lewandowski.