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© 2018 by Orgysmic. Artworks by Juliusz Lewandowski.

Der Sexblog. Soziologische und psychologische Analysen der Sexualitäten. Gewagt, erotisch, sexy, provozierend und leicht verständlich.

O R G Y S M I C – Willkommen beim Sex-Blog!

January 10, 2018

Willkommen bei O R G Y S M I C – dem neuen Blog über Fotzen ficken, Arschlöcher lecken, Schwänze lutschen, Penisse reiten, Sperma schlucken, spritzende Muschis, die geheimsten Fetische und über die unterschiedlichsten Formen menschlicher Sexualitäten, sexueller Erfahrungen und sexueller Wissenschaften. 

 

 Artwork by Juliusz Lewandowski

 

Ohne diesen natürlichsten aller Prozesse wären wir – die seltsamste aller Spezies – nicht als 7 Milliarden Exemplare auf dieser Erde.

 

Gemeint ist damit natürlich: Sex!

 

Auf diesem Blog geht es hauptsächlich über Sex. Lasst uns also einen kurzen Blick auf die menschlichen Sehnsüchte werfen, die wir Fetische nennen. Manche von uns fühlen sich befreit genug, ihre Sehnsüchte bewusst zu verfolgen und zu erleben. Sie suchen das, was ihnen (und uns) nicht nur körperliche, sondern auch emotionale und vor allem auch psychologische Befriedigung verspricht. Aber wir haben auch die andere Seite des Spektrums: Einige von uns verfluchen, kritisieren, und stigmatisieren jene, die ihre Sehnsüchte verfolgen, als Huren, Schlampen, Freaks, Schwuchteln, Kranke, u.s.w.. Deshalb kommt es natürlich unausweichlich zu zahlreichen Konflikten.

 

Wie können solche Szenarien aussehen?

 

Nehmen wir zum Beispiel den heterosexuellen, verheirateten Mann mit Frau und drei Kindern. Er liebt sie bedingungslos. Nachts jedoch geht er aus, auf der Suche nach jungen Männern, die seinen Arsch ficken und mit Sperma füllen. Danach geht er nach Hause, um neben seiner Frau zu schlafen. Mit ein oder zwei Ladungen Sperma in seinem Arsch fühlt er sich sexuell komplett befriedigt. Glücklich neben seiner Frau schlafend beschert dies ihm aber auch emotionale Befriedigung. 

 

 

Oder nehmen wir die bekannte Wirtschaftsprofessorin. Sie ist unglaublich begabt und genoss eine hervorragende Ausbildung. Jedoch sehnt sie sich danach, dass man ihr den Rock zerreißt und sie in einem Vergewaltigungsrollenspiel in einer Toilettenkabine hart durchfickt. Danach möchte sie angepisst, geschlagen und an den Haaren gezogen werden. Oder ihren Arsch so lange versohlt bekommen, bis der Schmerz unerträglich wird.

 

 

Oder nehmen wir das heteronormative, monogame schwule Paar, das andere schwule Paare für ihre offenen Beziehungen scharf kritisiert. Zum Beispiel werfen sie ihnen vor, der Gesellschaft ein schlechtes Bild von Schwulen zu vermitteln. Besucht ein Pornokino, eine öffentliche Toilette, die Duschen eines Fitnessstudios oder eine Umkleide und ihr könnt euch sicher sein: Man wird einen dieser monogamen schwulen Männer finden, der entweder gerade dabei ist, einen Schwanz zu lutschen oder ihn in einem Arsch zu versenken.

 

 

Warum stigmatisieren wir Menschen für ihr Sexleben?

 

Warum haben wir die Angewohnheit, andere Menschen aufgrund ihrer natürlichen Bedürfnisse und Sehnsüchte lächerlich zu machen? Warum finden wir Sex beschämend? Und warum haben wir eigentlich all diese unterschiedlichen Formen der Sexualität, die wir so lieben? Warum haben wir verschiedene Fetische und Sexualverhalten, die manche von uns vielleicht als seltsam bezeichnen würden? Warum mögen manche von uns Pisse, Scheiße, "Missbrauch", Schläge oder verbundene Augen? Warum sind wir auf der einen Seite die sexuellste Tierart des Planeten, haben aber auf der anderen Seite die monogame Beziehung zum Grundstein der (nicht nur) westlichen Gesellschaft gemacht? Welchen Effekt hatten und haben Politik (und Medien) in ihrem Umgang mit HIV auf unsere sexuelle Psychologie? Was hat das Zeitalter des Kolonialismus mit der Art, wie wir heute Sexualität erleben, zu tun? Dies sind nur einige der Themen, denen wir uns auf erotische und provokative Art nähern werden. 

 

Einige Theorien, Studien und Ergebnisse haben bereits ein paar Antworten auf manche dieser Fragen geliefert. Und in unseren Artikeln werden wir auch sicherlich darauf zurückkommen. Jedoch möchten wir gerne darüber hinaus gehen. Um euch einen kleinen Einblick in die kommenden Artikel zu geben: Wir glauben, dass die Art, wie wir in der Gesellschaft aufwachsen und leben – unsere Sozialisierung – eine unerwartete aber sehr wichtige Rolle bei der Beantwortung einiger dieser Fragen spielt.

 

Was ist Sozialisierung? Sozialisierung beschreibt den Prozess der Integration eines Individuums in eine soziale Gruppe oder Gesellschaft. Während diesem Prozess lernen wir sowohl die Normen und Überzeugungen dieser Gesellschaft, als auch die Erwartungen zu erfüllen, die diese Gesellschaft an uns setzt. Zum Beispiel lernt ein Mann, der in Deutschland sozialisiert wurde, einem anderen Mann die Hand zu schütteln, um ihn zu begrüßen. Ein Mann, der in manchen Teilen Frankreichs sozialisiert wurde, lernt wiederum, ihn auf die Wange zu küssen, um das gleiche zu tun. In der Regel werden wir irgendwann in diesem Prozess diese gelernten Normen, Überzeugungen und Verhaltensweisen als "selbstverständlich" zu betrachten, ja vielleicht sogar als unsere eigenen. Dies nennt man dann Internalisierung. (1)

 

Sozialisierung passiert praktisch überall: Natürlich durch die Familie, durch Befreundete und Religionen. Aber auch durch Regierungen, Schulen, Bildungsstätten, Benachbarte, im Arbeitsumfeld, durch Kolleg_innen, u.s.w. Sogar wissenschaftliche Erkenntnis ist wahrscheinlich niemals frei von einem gewissen Grad an sozialisierter Verzerrung. Und die Wissenschaft spielt sicherlich auch eine Rolle in der Sozialisierung. Es gibt primäre Sozialisierung, die hauptsächlich durch die Familie in der frühen Kindheit stattfindet (2). Aber es gibt auch sekundäre Sozialisierung, die das ganze Leben hindurch wirkt und einen starken Einfluss darauf hat, wie wir fühlen, denken und handeln. Und auch die sozialen Medien spielen hier sicherlich eine große Rolle.

 

 

Sozialisierung hat einen großen Einfluss darauf, wie wir Sex, Schwänze, Fotzen, Muschis, Lümmel, Ärsche, Zungen, Finger, Füße, Körper, Pisse, Schmerzen, Phantasien und jegliche Formen des sexuellen Verhaltens erleben.

 

Wir sind uns sicher, dass ihr euch in zumindest ein paar unserer Artikel wiedererkennen werdet. Und wer weiß... vielleicht entdeckt ihr sogar etwas Neues, das euch nicht mehr loslassen wird? Uns zumindest passiert das regelmäßig!

 

 

 

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  1. vgl. Lexikon zur Soziologie (2007). Werner Fuchs-Heinritz et al. (eds.). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 605-606.

  2. vgl. Lexikon zur Soziologie (2007). Werner Fuchs-Heinritz et al. (eds.). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 606-607.

 

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